Lok beteiligt sich an Aktion gegen Rassismus
Leipzig. Fußballoberligist Lok Leipzig wird im kommenden Ligaspiel am Sonntag mit besonderen Trikots auflaufen. Wie der Verein am Montag mitteilte, wird anlässlich einer Initiative gegen Rassismus anstelle des Sponsorennamens das Motto „Viele Farben – ein blau-gelbes Herz“ auf der Spielkleidung stehen.
Zum vierten Mal beteiligt sich der Leipziger Verein zusammen mit dem Fanprojekt Leipzig an der internationalen Aktionswoche, die vom Netzwerk FARE (Football against Racism in Europe) organisiert und vom europäischen Fußballverband UEFA unterstützt wird. Steffen Kubald, Vereinspräsident von Lok Leipzig, will mit der Teilnahme die „vorbildliche Jugend-, Sozial- und Integrationsarbeit“ seines Clubs in den Vordergrund rücken.
Nach Angaben des Vereins spielen und wirken beim FC Lok knapp 400 Sportler, Trainer und Betreuer aus 13 Nationen. Sie kämen unter anderem aus Deutschland, Mexiko, Japan, Jordanien, und Tschechien, haben Wurzeln in Kasachstan, dem Kongo, in Litauen, Mazedonien, Russland, der Türkei und Vietnam. Torsten Jülich, Kapitän des Oberliga-Teams, bekräftigte: „Beim 1. FC Lok wie auch überall anderswo haben Rassismus und Diskriminierung keinen Platz.“
Steffen Kubald erklärte, dass dem Verein keine finanziellen Einbußen entstehen, da der Sponsor für die fehlende Werbung im Spiel gegen Germania Halberstedt keine Entschädigung verlangt. „Genauso wäre das alles ohne die Unterstützung des Fanprojektes Leipzig nicht realisierbar gewesen.“ Nach dem Spiel würden die Trikots der Lok-Spieler signiert und versteigert. Die Erlöse kämen der Nachwuchsabteilung des Vereins zu Gute.
Europas größte konzentrierte Aktion gegen Rassismus begann bereits am vergangenen Donnerstag und dauert noch bis zum 27. Oktober. Insgesamt finden dem Veranstalter zufolge 1000 Initiativen in 40 Ländern statt.
rb, LVZ-Online
